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50.<lb/>
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Dornröschen.<lb/>
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Vor Zeiten war ein König und eine Königin, die sprachen <lb/>
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jeden Tag, “ach wenn wir doch ein Kind hatten!” und kriegten <lb/>
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immer keins. Da trug sich zu, als die Königin einmal im Bade <lb/>
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saß, daß ein Frosch aus dem Wasser ans Land kroch, und zu <lb/>
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ihr sprach, “dein Wunsch wird erfüllt werden, und du wirst <lb/>
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eine Tochter zur Welt bringen.” Was der Frosch vorausgesagt <lb/>
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hatte, das geschah, und die Königin gebar ein Mädchen, das <lb/>
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war so schön, daß der König vor Freude sich nicht zu lassen <lb/>
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wußte, und ein großes Fest anstellte. Er ladete nicht blos seine <lb/>
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Verwandte, Freunde und Bekannte, sondern auch die weisen <lb/>
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Frauen dazu ein, damit sie dem Kind hold und gewogen würden. <lb/>
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Es waren ihrer dreizehn in seinem Reiche, weil er aber nur <lb/>
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zwölf goldene Teller hatte, von welchen sie essen sollten, konnte <lb/>
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er eine nicht einladen. Die geladen waren kamen, und als das <lb/>
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Fest vorbei war, beschenkten sie das Kind mit ihren Wunderga<lb/>ben: die eine mit Tugend, die andere mit Schönheit, die dritte <lb/>
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mit Reichthum, und so mit allem, was Herrliches auf der Welt <lb/>
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ist. Als elfe ihre Wünsche eben gethan hatten, trat plötzlich die <lb/>
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dreizehnte herein. Sie wollte sich dafür rächen daß sie nicht

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