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Difference between revisions of "Manuscripts:Vneyt/249"

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Dornröschen.<lb/>
 
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Vor Zeiten war ein König und eine Königin, die sprachen <lb/>
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Vor Zeiten war ein König und eine Königin, die sprachen <lb/>jeden Tag: “ach, wenn wir doch ein Kind hatten!” und kriegten <lb/>immer keins. Da trug sich zu, als die Königin einmal im Bade <lb/>saß, daß ein Krebs aus dem Wasser ans Land kroch und zu ihr <lb/>sprach: “dein Wunsch wird erfüllt und du wirst eine Tochter zur<lb/>Welt bringen.” Was der Krebs vorausgesagt hatte, das geschah <lb/>und die Königin gebar ein so schönes Mädchen, daß der König <lb/>vor Freuden sich nicht zu lassen wußte und ein großes Fest an<lb/>stellte. Er lud nicht blos seine Verwandte, Freunde und Be<lb/>kannte sondern auch die weisen Frauen dazu ein, damit sie dem <lb/>Kind hold und gewogen würden. Es waren ihrer dreizehn in <lb/>seinem Reich, weil er aber nur zwölf goldene Teller hatte, von <lb/>welchen sie essen sollten, konnte er eine nicht einladen. Die ge<lb/>laden waren, kamen und nachdem das Fest gehalten war, beschenk
jeden Tag: “ach, wenn wir doch ein Kind hatten!” und kriegten <lb/>
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immer keins. Da trug sich zu, als die Königin einmal im Bade <lb/>
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saß, daß ein Krebs aus dem Wasser ans Land kroch und zu ihr <lb/>
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sprach: “dein Wunsch wird erfüllt und du wirst eine Tochter zur <lb/>
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Welt bringen.” Was der Krebs vorausgesagt hatte, das geschah <lb/>
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und die Königin gebar ein so schönes Mädchen, daß der König <lb/>
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vor Freuden sich nicht zu lassen wußte und ein großes Fest an<lb/>stellte. Er lud nicht blos seine Verwandte, Freunde und Be<lb/>kannte sondern auch die weisen Frauen dazu ein, damit sie dem <lb/>
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Kind hold und gewogen würden. Es waren ihrer dreizehn in <lb/>
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seinem Reich, weil er aber nur zwölf goldene Teller hatte, von <lb/>
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welchen sie essen sollten, konnte er eine nicht einladen. Die ge<lb/>laden waren, kamen und nachdem das Fest gehalten war, beschenk
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Latest revision as of 09:04, 8 December 2015

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